Veja

Der Hingucker ist öko und fair

„Schau hin“ heisst Veja auf Portugiesisch. Und genau das tun die Gründer des nachhaltigen Trend-Schuhlabels: Die beiden Designer schauen auf die gesamte Wertschöpfungskette und auf alle Aspekte: Umwelt, faire Arbeitsbedingungen und Nachhaltigkeit. 25 Jahre jung waren Sebastien Kopp und François-Ghislain Morillio, als sie in China die Arbeitsbedingungen im Rahmen eines Audits überprüften und zur Überzeugung kamen: Mit der Globalisierung läuft etwas schief. Also wollten sie zeigen, dass es anders geht – und ja: trotzdem wirtschaftlich rentabel.

NACHHALTIGER ERFOLG

Sie gründeten Veja 2004 mit je 5000 Franken Startkapital. Heute ist Veja nicht nur einer der bekanntesten und beliebtesten nachhaltigen Schuhhersteller, sondern generell ein Trendlabel. 2016 wurden die Sneaker in renommierten Modeheften gefeiert, 2019 gehen Stars wie Katie Holmes oder Emma Watson damit spazieren.

DER VEJA-STIL

Die Veja Sneaker haben ein unverkennbares Design: Eine schmale Form, Obermaterial aus Leder und veganem Leder, meist sind sie knöchelhoch, mit einer weißen Gummisohle und V-Logo. Dabei sehen sie alles andere als clichéhaft ökologisch aus: Sie sind schlicht, clean und modern. Sie finden den Trend-Sneaker bei uns im P25 für Mann und Frau.

KOMPLETT FAIR UND NACHHALTIG

Veja meint es ernst mit fair und öko: Die Sneaker werden in Brasilien aus Biobaumwolle, Naturkautschuk und pflanzlich gegerbtem Leder produziert. Veja bezahlt den Bauern für ihre ökologische Baumwolle etwa das Dreifache des Weltmarktpreises. Den Naturkautschuk bezieht das Label direkt von den Zapfern im Amazonas. Das Leder aus Uruguay – dort muss für die Rinderfarmen kein Urwald weichen. Und gegerbt wird chemiefrei mit Akazienextrakt. Nach der Produktion werden die Turnschuhe in Recyclingkartons nach Le Havre verschifft, per Wasserweg geht es weiter nach Paris.

WIE IST DAS MÖGLICH?

Die externe Logistik wird von der Organisation „Sans Frontiers“ betrieben– einem Reintegrationsprojekt für arbeitslose Suchtkranke. Von Paris aus werden die bestellten Exemplare dann in 24 Länder weltweit verschickt. Und der Preis? Nicht höher als Sneakers von Adidas oder Nike. Wie ist das möglich? Keine Werbung und kein Lagerbestand. So kann Veja alles Geld in die Produktion der Schuhe stecken, dabei gute, ökologisch unbedenkliche Materialien verwenden und den Arbeitern faire Löhne bezahlen.

DIE GESCHICHTE

Vor über zehn Jahren machten sich die beiden Schulfreunde Sébastien und François-Ghislain im Norden Brasiliens auf die Suche nach Baumwollkooperativen, um festen Canvasstoff für ihre Sneakers herzustellen. Für den Naturkautschuk für die Sohle der Vejas besuchten die Veja-Gründer die Amazonas-Region Acre, um dort Kautschukzapfer ausfindig zu machen. Bei ihrem mehrwöchigen Aufenthalt in Brasilien, bei dem die beiden Franzosen den Bauern über die Schulter guckten, wollten die Designer genau verstehen, wie die Menschen arbeiten, um den Preis zu errechnen, den sie für ihre Produkte bekommen sollten. Mit diesen Preiskalkulationen entwarfen Sébastien und François-Ghislain zurück in Paris schließlich ihren ersten Fair-Trade-Sneaker. Der Rest ist Geschichte.

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